Sechs Personen, die an einer Videokonferenz teilnehmen.

Erstes Transparenzforum

Am 31. August 2023 fand online das erste Transparenzforum des Deutsch-Polnischen Hauses statt.

Am 31. August 2023 hat die Stabsstelle des Deutsch-Polnischen Hauses. Gedenken – Begegnen – Verstehen zum ersten Transparenzforum eingeladen. Das Forum setzt sich zum Ziel, Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft und Politik in Deutschland und Polen über den Arbeitsprozess zu informieren sowie Fragen und Feedback einzuholen.

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Stiftung Denkmal), betonte in seinem Grußwort die institutionelle Anbindung des Projekts bei der Stiftung Denkmal und die enge Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt (DPI). Neben dem Auftrag der Stiftung Denkmal, »aller Opfern des Nationalsozialismus würdig zu gedenken«, sei ihm das Projekt auch persönlich eine »Herzensangelegenheit«.

Prof. Peter Oliver Loew, Direktor des DPI, betonte gemeinsam einen »Leuchtturm der Empathie« bauen zu wollen, der nach Deutschland und Polen strahle.

Robert Parzer von der Stabsstelle »Deutsch-Polnisches Haus« fasste die Geschichte des Projektes [hier Link zum Reiter Projektgenese] zusammen. Die Aufgabe der Stabsstelle sei nun, einen konkreten Realisierungsvorschlag bis Frühling 2024 vorzulegen. Das sei »nur im engen Dialog und Partnerschaft mit Polen zu realisieren«, betonte Parzer. Daher war der erste Schritt, die initialen Ideen mit Historikern, Museumsexpertinnen, Künstlern und Vertreterinnen staatlicher Institutionen in Polen zu diskutieren. Ein Ergebnis ist die Kooperation mit dem Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Das DPI sei analog eine Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk eingegangen. Zwar sei das Deutsch-Polnische Haus noch ein »Haus ohne Ort«, doch werden jetzt bereits erste Veranstaltungen und Teilprojekte realisiert.

Dr. Agnieszka Wierzcholska stellte das Eckpunktepapier des »Deutsch-Polnisches Hauses« [Link zur Pressekonferenz] vor. Sie ging auf seine drei Säulen ein: ein markantes Gedenkzeichen, ein Ort der historischen Information mit einer Dauer- sowie Wechselausstellungen und ein vielfältiges Bildungsprogramm. Der Kern des Vorhabens und zentrales Anliegen bestünden im Gedenken an die Opfer des deutschen Krieges gegen Polen. Denn dieses Haus entstehe aus der deutschen Verantwortung für die historischen Verbrechen, die von Deutschen im besetzten Polen verübt wurden.

Emilie Mansfeld vom Projektbüro »Deutsch-Polnisches Haus« am DPI berichtete über die vom BKM geförderten Jugend-Ideenlabore, in denen Jugendliche aus Deutschland und Polen zusammen Formate für die Bildungsarbeit des Deutsch-Polnischen Hauses entwickeln. Ende des Jahres werden ihre Ergebnisse vorstellt. Zusätzlich stellte sie das Konzept der »Fliegenden Akademie« vor, die in Deutschland über die nationalsozialistische Besatzherrschaft in Polen unterrichten soll.

Mehr Informationen zum Deutsch-Polnischen Haus und Arbeitsprozess finden Sie im Eckpunktepapier.

Aufnahme des ersten Transparenzforums am 31.08.2023