1.9.2025

Gedenkveranstaltung

Zum 86. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939

  • Podiumsdiskussion
  • Botschaft der Republik Polen in Berlin, Auswärtiges Amt, Deutsches Polen-Institut,Deutsch-Polnisches Haus
Niederlegung Blumen ERöffnung des Denkmals

© Ulrich Tempel

Am 1. September 1939 überfiel das Dritte Reich Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg. Zur gemeinsamen Erinnerung daran laden wir Sie am Montag, dem 1. September 2025, um 16:00 Uhr zu einer Veranstaltung am temporären „Gedenkort für Polen 1939 bis 1945” an der Heinrich-von-Gagern-Straße in Berlin ein.

Verlauf der Veranstaltung

16:00 Uhr – 17:15 Uhr Reden und Kranzniederlegung in Anwesenheit der militärischen Ehrenwache der polnischen Armee

18:00 Uhr Vortrag und Podiumsdiskussion zum Überfall auf Polen im Pilecki-Institut am Pariser Platz 4a mit anschließendem Get-Together

Die Gedenkveranstaltung wird von der Botschaft der Republik Polen in Berlin, dem Auswärtigem Amt, dem Deutschen Polen-Institut und dem Deutsch-Polnischen Haus organisiert. 
 

Logo des Deutschen Polen-Instituts

Für 18.00 Uhr laden wir zu einem Vortrag mit PD Dr. John Zimmermann (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam) mit dem Titel Ohne den Sieg der Wehrmacht kein Auschwitz – Der deutsche Überfall auf Polen war der Auftakt zum Vernichtungskrieg ein. Anschließend findet eine Podiumsdiumsdiskussion mit PD Dr. Oberst John Zimmermann, Prof. Dr. Martin Aust (Universität Bonn) und Prof. Jerzy Piotr Kochanowski (Universität Warschau) im Pilecki-Institut am Pariser Platz mit anschließendem get-together ein statt. 

Die Abendveranstaltung wird gemeinsam vom Deutsch-Polnischen Haus und dem Pilecki-Institut organisiert.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Podiumsgesprächs:

Prof. Martin Aust ist Professor an der Universität Bonn in der Abteilung für Osteuropäische Geschichte. 

Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a. Erinnerungsverantwortung. Deutschlands Vernichtungskrieg und Besatzungsherrschaft im östlichen Europa 1939-1945 (2021), Die Russische Revolution. Vom Zarenreich zum Sowjetimperium (2017) und Polen und Russland im Streit um die Ukraine. Konkurrierende Erinnerungen an die Kriege des 17. Jahrhunderts in den Jahren 1934 bis 2006 (2006). Mehr Informationen finden Sie hier

© Foto: Barbara Frommann

Oberst PD Dr. John Zimmermann ist seit 2019 Leiter des Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam (ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr). 

Aktuell engagiert er sich im Projekt Das Militär und seine Deutschen. Militärische Identität in Deutschland 1870 bis 1970. Die Studie untersucht die Frage, wie in Deutschland seit dessen Staatswerdung militärische Identitäten in Unterscheidung zur Zivilgesellschaft entstanden, wie sie über die Zeitäufte hinweg zu identifizieren und in ihrer Persistenz gegenüber politischen und gesellschaftlichen Veränderungen zu erklären sind. Mehr Informationen finden Sie hier

© Foto: Bundeswehr/Andrea Nimpsch

Prof. Jerzy Piotr Kochanowski ist Polnischer Historiker und Professor für Geschichtswissenschaft an der Universität Warschau. Zu seinen Forschungsschwerpunkt zählt Polen während des Zweiten Weltkrieges, polnisch-deutsche Beziehungen im 20. Jahrhundert und die Sozialgeschichte Polens und Osteuropas im 20. Jahrhundert. Seit 2015 ist er Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung und seit 2014 Mitglied des Steuerungsausschusses des Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Mehr Informationen finden Sie hier

 

© Foto: Friedrich Schiller Universität Jena

Am Sonntag, dem 31. August, stimmt eine Stadtführung der Schriftstellerin und Publizistin Dorota Danielewicz in die Gedenkveranstaltung ein. Die Führung beginnt um 12:00 Uhr und führt zu Orten in Berlin, die polnische Spuren des Zweiten Weltkrieges zeigen. 

Der Audioguide "Berlinski Tour" entstand aus dem besonderen Anlass des 50-jährigen Entstehungsjubiläums der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin. Neue Stationen kamen 2024 mit dem Projektpartner Deutsch-Polnisches Haus hinzu.  Im Ramen der Berlinski Tour können insgesamt 47 Stationen im Zentrum Berlins über verschiedene Routen besucht werden, die polnische Aspekte der Stadtgeschichte darlegen. Begleitet werden die Stationen durch Aufnahmen von Erzählungen polnischer Revolutionäre, Aristokratinnen, Diplomaten und Dichter, Journalisten, Schriftsteller*Innen und Zwangsarbeiter*Innen, die besondere Momente ihres Lebens in der Hauptstadt verbrachten. Mehr Informationen zu Berlinski Tour finden Sie hier