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Polnische Bürgermeister waren während des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Beamtengruppe im Verwaltungsapparat des „Generalgouvernements“. Gemeinsam mit den
deutschen Kreis- und Stadthauptmännern gestalteten sie Kommunalpolitik und waren
in hohem Maße an der Verfolgung und Ermordung polnischer und europäischer Juden
beteiligt.
Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen stellt Grzegorz Rossoliński-Liebe
in seinem Buch Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung
und Kollaboration (2024) ausgewählte polnische Bürgermeister vor und zeigt, wie
diese sich während des Zweiten Weltkriegs verhielten. In die Analyse werden kleine
Städte wie Otwock, mittelgroße wie Tschenstochau und Metropolen wie Warschau
einbezogen.
Grußworte:
Robert Parzer, Deutsch-Polnisches Haus
Dr. Stefanie Fischer, Zentrum für Antisemitismusforschung
Buchpräsentation:
PD Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe, Berlin
Lesung:
Laura Stöbener, Berlin
Moderation:
Dr. Markus Nesselrodt, Frankfurt/O.
Eintritt frei.
Mit Ihrer Teilnahme
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Über das Buch:
Polnische Bürgermeister waren eine wichtige Beamtengruppe im Verwaltungsapparat des Generalgouvernements. Gemeinsam mit den deutschen Kreis- und Stadthauptmännern gestalteten sie Kommunalpolitik und waren an der Verfolgung und Ermordung polnischer und europäischer Juden sowie an der Ausbeutung des Generalgouvernements maßgeblich beteiligt. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen und neuer Kontextualisierungen stellt dieses Buch ausgewählte polnische Bürgermeister vor und zeigt, wie diese sich während des Zweiten Weltkriegs verhielten. In die Analyse werden kleine Städte wie Otwock, mittelgroße wie Tschenstochau und Metropolen wie Warschau einbezogen. Mit dieser Studie legt Grzegorz Rossoliński-Liebe ein Standardwerk vor, das eine unverzichtbare Grundlage für die Erforschung von Kommunalverwaltungen im Holocaust darstellt.
© Buchcover von: Grzegorz Rossolinski-Liebe, Polnische Bürgermeister und der Holocaust
© De Gruyter Brill
Grzegorz Rossoliński-Liebe ist Alfred Landecker Lecturer und Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität
Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen gehören das Buch Stepan Bandera: The Life and
Afterlife of a Ukrainian Nationalist: Fascism, Genocide and Cult (2014) sowie Sammelbände, Sonderhefte und Artikel über den Holocaust in Ostmitteleuropa, den transnationalen Faschismus in West- und Osteuropa und die Geschichte multiethnischer Städte. Mit der vorliegenden Studie wurde er an der Freien Universität Berlin habilitiert.
© Foto: Grzegorz Rossoliński-Liebe
Laura Stöbener ist Historikerin und hat im Bereich des transatlantischen akademischen Austauschs sowie im Rahmen von Ausstellungsprojekten gearbeitet, zuletzt bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
© Foto: Marko Priske
Dr. Markus Nesselrodt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder. Zu seinen Veröffentlichungen zählt der Band Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion, 1939–1946 (2019).
© Foto: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Die Stiftung Topographie des Terrors, das Deutsch-Polnische Haus und das Zentrum
für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin (ZfA) laden zu dieser
Buchpräsentation ein.