Im Jahr 2025, anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs, beabsichtigt das CBH PAN gemeinsam mit dem Deutsch-Polnischen Haus sich der Frage des (Wieder)Aufbaus nach Kriegen zu widmen und lädt dazu anerkannte Fachleute aus Polen, Deutschland und anderen Ländern ein, um vergleichend über städtebauliche Zäsuren und Kontinuitäten zu diskutieren und dabei die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte zu beleuchten.
Das bekannteste Beispiel für einen Wiederaufbau der historischen architektonischen Substanz ist die Warschauer Altstadt. Seit 1980 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde zum Vorbild für ähnliche Vorhaben in Europa und Asien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch ging der Wiederaufbau Warschaus zum Teil auf Kosten anderer zerstörter polnischer Städte – unter anderem auch in den sogenannten wiedergewonnen Gebieten. Im Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen (und politischen) Bedürfnissen der Historisierung und Traditionsbildung einerseits sowie Modernisierung und neuen Gesellschaftsentwürfen andererseits können wir durch das Prisma der städtebaulichen Transformationen im Raume die Zeit lesen.
Das Colloquium bietet eine europäische und komparatistische Perspektive: Die Sitzungen sind meistens zwei Städten in unterschiedlichen Ländern gewidmet. Dabei stellen die Referierenden Renovierungs- und Wiederherstellungsprojekte der unmittelbaren Nachkriegszeit vor sowie jene, die erst viele Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg in Angriff genommen wurden oder, wie im Falle der Ukraine, aktuell geplant sind. Damit werden auch Fragen nach Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen während topografischer Transformationen gestellt.
Das Klaus Zernack Colloquium des Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften findet in diesem Jahr als Kooperationsveranstaltung mit dem Deutsch-Polnischen Haus statt.
Ein Meer aus Ruinen - Wiederaufbau in Gdańsk und Hamburg
Die Veranstaltung fand am 24. Juni 2025 im Zentrum für Historische Forschung Berlin im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation statt. Mehr Informationen gibt es hier.
Knotenpunkte am Rand. Strasbourg und Poznań
Die Veranstaltung fand am 27. Mai 2025 im Zentrum für Historische Forschung Berlin im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation statt. Mehr Informationen gibt es hier.
(Wieder)Aufbau historischer Hypotheken - Malbork und Vilnius
Die Veranstaltung fand am 29. April 2025 im Zentrum für Historische Forschung Berlin im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation statt. Mehr Informationen gibt es hier.
Enzyklopädie des Warschauer Ghettos
Die Veranstaltung fand am 23. Mai 2025 im Zentrum für Historische Forschung Berlin im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation statt. Mehr Informationen gibt es hier.
»Ihre Geister stören mich nicht« Zum Umgang mit Synagogen im Westen und Norden Polens nach 1945
Die Veranstaltung fand am 25. März 2025 im Zentrum für Historische Forschung Berlin im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation statt. Mehr Informationen gibt es hier.
So viel Anfang war nie? Der Wiederaufbau von Berlin und Warschau nach 1945
Die Veranstaltung fand statt am 25. Februar 2025 im Roten Rathaus im Rahmen des Klaus Zernack Colloquium 2025: Aus Ruinen – Krieg, (Wieder)Aufbau und Transformation. Mehr Informationen gibt es hier.